Filmgespräch zu Shoah von Claude Lanzmann
Zum 100. Geburtstag von Claude Lanzmann (1925–2018), dem herausragenden französischen Journalisten, Filmemacher und Chronist der Shoah, hatten wir am Freitag, den 28. November 2025, die große Ehre, Frau Lanzmann, Frau Dr. Coulmas, Frau de la Vega, Herrn Dr. Sagnol und Herrn Delattre in der Sophie-Scholl-Schule begrüßen zu dürfen. Der weltberühmte Film Shoah ist sowohl ein Meilenstein in der Filmgeschichte als auch in der Ausarbeitung des Holocausts.
Nach der Rede von zwei Abibac-Schülerinnen, Emilie Hell und Coline Steinbach, und der Vorführung eines Ausschnitts aus Shoah konnten die Schülerinnen und Schüler der 10., 11., 12. und 13. Klassen der Sophie-Scholl und des Französischen Gymnasiums den Mitgliedern des Vereins „Claude et Félix Lanzmann“ Fragen stellen. Es war eine äußerst eindrucksvolle Begegnung für unsere Schülerinnen und Schüler und die Entdeckung eines außergewöhnlichen Films.
Shoah ist kein Dokumentarfilm und enthält keine Archivaufnahmen. Claude Lanzmann wollte weder erklären noch verstehen; er sagte selbst, dass jeder Versuch, “die Shoah zu verstehen“, unmöglich und sogar unanständig sei. Er wollte die Stimmen jener hörbar machen, die dem Tod am nächsten waren: die Stimmen der Sonderkommandos, der Gefangenen, die die Leichen tragen und verbrennen mussten, der letzten Zeugen des Vernichtungsprozesses; aber auch der polnischen Anwohner der Lager und der Täter selbst, die er mit seiner einzigartigen Fragetechnik zum Sprechen brachte.
Wir danken herzlich allen Mitgliedern des Vereins „Claude et Félix Lanzmann“ sowie Frau von Hoffe und Herrn Acquatella aus der Französischen Botschaft für diese prägende Begegnung.
Mehr Informationen zu Claude Lanzmann, dem Film Shoah und dem Verein „Claude et Félix Lanzmann“ findet man hier: https://www.claude-lanzmann.com/de
Die umfangreiche und beeindruckende Ausstellung im Jüdischen Museum „Claude Lanzmann, die Auszeichnungen“ läuft bis April 2026: https://www.jmberlin.de
Fotos von Dominique Lanzmann, Marc Sagnol, Héloise Blain und Carole Rivoire.











