INKLUSION an der Sophie-Scholl-Schule
Inklusion gehört seit 1983 zum Selbstverständnis unserer Schule.
Inklusion heißt für uns…
… Wertschätzung von Vielfalt.
… Akzeptanz und Förderung unterschiedlicher Lernvoraussetzungen.
… gelebtes Miteinander, in dem alle gleichberechtigt dazugehören.
Wir möchten alle darin unterstützen, sich ihrer Stärken bewusst zu werden und ihre Entwicklungschancen zu nutzen.
Inklusion bedeutet für uns ganz praktisch, dass Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Lernvoraussetzungen, mit und ohne Förderbedarf gemeinsam lernen. Wir unterrichten Schülerinnen und Schüler mit allen Förderschwerpunkten, insbesondere in den Klassen der Mittelstufe.
Gemeinsamer Unterricht und multiprofessionelle Teams
Wichtig sind uns die größtmögliche Teilhabe am gesamten Schulleben und eine themengleiche oder themenähnliche Unterrichtung auf dem jeweiligen Niveau je nach Förderschwerpunkt. Für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung bieten wir lebenspraktischen Unterricht an. Die Entwicklung der Selbständigkeit und Selbsttätigkeit, die Stärkung der individuellen Ressourcen sowie die Entwicklung einer realistischen Selbsteinschätzung stehen dabei im Vordergrund.
Alle Schülerinnen und Schüler bewerben sich für ein Profil und müssen in einem Anmeldegespräch ihre Eignung für das gewählte Profil zeigen. Auch für Schüler*innen mit sonderpädagogischen Förderbedarf gilt also das Wahlpflichtprinzip,d.h. sie müssen für eines der Wahlpflichtfächer geeignet sein. Außerdem sollten sie sich den Herausforderungen eines großen Gebäudes mit vielen Wegen und häufig wechselnden Lerngruppen gewachsen fühlen.
Unterstützt werden sie dabei vom Klassenteam, zu dem auch eine sozialpädagogische Fachkraft gehört. Je nach Förderschwerpunkt können sie in einigen Stunden auch von pädagogischen Fachkräften gefördert oder von Inklusionsassistenzen begleitet werden. Jeder Jahrgang wird außerdem von einer festen sonderpädagogischen Lehrkraft beratend begleitet.
Abschlüsse
Schüler*innen mit dem zieldifferenten Förderschwerpunkt Lernen können am Ende der Klasse 10 bei entsprechenden Leistungen einen berufsorientierenden Abschluss (BOA) oder die vergleichbare Berufsbildungsreife (BBR) erreichen. Den zielgleich Unterrichteten stehen unter Berücksichtigung eines festgelegten Nachteilsausgleichs alle Abschlüsse offen, wenn sie sich entsprechend qualifizieren.
Schüler*innen mit der Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung nehmen nicht an Abschlussprüfungen teil, können aber zur weiteren Förderung in die Werkstufe übergehen.
Werkstufe
Die Werkstufe bietet Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung die Möglichkeit, ihre schulische Bildung in einem praxisnahen Rahmen fortzusetzen. Sie werden im 11. und 12. Schuljahr jahrgangsübergreifend unterrichtet. Ziel ist es, die Jugendlichen auf ein möglichst selbstständiges Leben und auf die Anforderungen des Berufslebens vorzubereiten. Ein wesentlicher Bestandteil sind bis zu drei Praktika pro Schuljahr, die in verschiedenen Arbeitsfeldern absolviert werden. Diese Praktika geben den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, berufliche Interessen zu erkunden, praktische Fähigkeiten zu erlernen und ihre sozialen Kompetenzen in realen Arbeitssituationen zu stärken.
Neben den Praktika findet eine lebenspraktische Beschulung statt, in der alltagsrelevante Fähigkeiten gezielt gefördert werden. Im Unterricht werden Grundkompetenzen in Kommunikation, Schreiben, Lesen und Rechnen gefestigt. Durch die Übernahme von praktischen Aufgaben im Schulalltag, z.B. Bürotätigkeiten oder Wäscheservice, erwerben die Jugendlichen wertvolle praktische Fertigkeiten und stehen gleichzeitig in regelmäßigem Kontakt mit Kolleginnen, Kollegen sowie Schülerinnen und Schülern der gesamten Schule.
Die Werkstufe begleitet den Übergang in weiterführende Angebote wie berufliche Fördermaßnahmen engmaschig. Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte, Eltern und externe Partner arbeiten dabei gemeinsam daran, individuelle Anschlussmöglichkeiten zu schaffen, die den Stärken und Interessen der Jugendlichen entsprechen.
