Die Unterbringung im Gästehaus der UFA-Fabrik in Tempelhof erwies sich als hervorragend aufgrund der zentralen Lage und der guten Ausstattung. So ging es auch gleich am Montagmorgen mit dem Eröffnungsvortrag „Your heritage. Our heritage. World heritage“ von Claudia Grünberg vom Institut für World Heritage Studies los. Im Anschluss daran, war es kein Problem, sich in kleinen Gruppen zusammenzufinden und ein Thema für ein Abschluss-Video, das am Ende des Seminars gezeigt und in eine DropBox eingestellt werden sollte, zu entwickeln. Am Nachmittag fand bei eisigen Temperaturen eine Führung durch die „Siedlung der Moderne – Hufeisensiedlung“ statt und selbst die Berliner Schüler*innen waren über die Möglichkeit des „Living in World Heritage“ erstaunt. Wärmende Getränke gab es dann von B. Buschfeld im Haus des Vereins „Hufeisensiedlung“
Ein weiterer Höhepunkt des Seminars war eine Führung in der Vorderasiatischen Sammlung des Pergamon-Museums durch eine junge syrische Wissenschaftlerin, die auch für Multaka arbeitet. Dieser Verein bildet junge Geflüchtete zu Museumsführern aus. Unser Seminarteilnehmer Ahmad konnte seinen Mitschüler*innen die arabischen Schriften vorlesen und alle konnten sofort einen Bezug zu dem Vortrag am Abend zuvor über die zerstörten Welterbestätten in Aleppo herstellen.
Zu einer intensiven Diskussion im Stillarbeitsraum unserer Schule kam es mit Vertretern des Vereins „The Flussbad Berlin“ über die Frage „Go for a swim at world heritage!?“ Die Mehrzahl der Seminarteilnehmer*innen sprach sich dagegen aus, da man noch mehr Tourismus an dieser Stelle befürchtet sowie Vermüllung und Verdichtung des Verkehrs. Auch konnten interessante Vergleiche mit Kopenhagen, Tallinn und „Paris Plage“ gezogen werden. Die Essenspause in unserer Mensa bot eine gute Entspannung und es hat allen sehr geschmeckt. Estelle und Pau aus Spanien fanden auch noch Zeit, ihre „Austauschfreunde“ aus dem 9. Jahrgang zu treffen.
Am Nachmittag konnten sich die Berliner Schüler*innen als „Guides“ hervortun und ihre Stadt zeigen … da war „Shopping“, „Sight Seeing“ und „Acting“ angesagt. Interessante Interviews wurden geführt und in den Abschlussvideos verarbeitet. Für diese Videos legten sich einige so ins Zeug, dass sie bis 2 Uhr nachts daran arbeiteten!
Am Donnerstagabend fand ein Abschluss-Essen auf Einladung der Senatsverwaltung statt und die ersten traurigen Gedanken zum bevorstehenden Abschied kamen auf. Es war eine an Informationen und Erkenntnissen reiche Woche, die auch neue Freundschaften begründet hat - quer durch Europa.

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Jan. 2019 – I. Bruckmann (Schul- und Landeskoordinatorin für die UNESCO-Projektschule)