{"id":2495,"date":"2016-07-22T19:38:27","date_gmt":"2016-07-22T19:38:27","guid":{"rendered":"https:\/\/sophie-scholl-schule.eu\/?p=2495"},"modified":"2024-10-31T13:17:43","modified_gmt":"2024-10-31T13:17:43","slug":"schueler-schulen-schueler-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sophie-scholl-schule.eu\/?p=2495","title":{"rendered":"Sch\u00fcler schulen Sch\u00fcler"},"content":{"rendered":"<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-2494\" src=\"https:\/\/sophie-scholl-schule.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/rassismus.png\" alt=\"rassismus\" style=\"margin-right: 10px; float: left;\" width=\"201\" height=\"122\" \/>Gesammelte Eindr\u00fccke des Projektes<\/h3>\n<p>Hier pr\u00e4sentieren wir euch wie unser Projekt verlaufen ist und was wir alles davon mitnehmen konnten.<br \/>Zum generellen Aufbau l\u00e4sst sich sagen, dass der erste Tag noch nicht mit konkreten Inhalten gef\u00fcllt war sondern durch Fragen rund um das Thema Rassismus gelenkt worden ist.<br \/>Beispielsweise durch Methoden wie das Kugellager oder die Punktabfragen. Diese Methoden dienen als Diskussionsanreger und erleichtern den Einstieg in ein sensibles Thema.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten vier Tage sind folgenderma\u00dfen organisiert: Die teilnehmenden Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen k\u00f6nnen sich f\u00fcr Dienstag und Mittwoch in 6 verschiedene Work-shops eintragen, die dann die beiden Tage f\u00fcllen. Am Mittwochnachmittag k\u00f6nnen sie sich dann einen anderen der Workshops aussuchen den sie Donnerstag und Freitag besuchen werden.<br \/>Die Themen der Workshops reichen von Rechtsradikalismus \u00fcber andere rassisti-sche Formen bis zu kreativen und k\u00fcnstlerischen Antworten auf Rassismus.<\/p>\n<p>{gallery}schulprojekte\/projektwoche2016\/schuelerSchulenSchueler{\/gallery}<\/p>\n<h5>Tag1: (11.07.2016)<\/h5>\n<p>Um 9:00h haben wir zuerst die Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus den Jahrgangs-stufen 8 bis 12 Begr\u00fc\u00dft und ihnen pr\u00e4sentiert, was der Inhalt des heutigen Tages sein wird. Hier war es schon sehr sch\u00f6n zu sehen wie durchmischt die Jahrgansstu-fen waren und wie viele SuS bereit dazu sind sich mit diesem Thema auseinander zu setzen.<br \/>Um 9:15h begr\u00fc\u00dften wir den Referenten aus der Friedrich-Ebert-Stiftung, Dr. Ralf Melzer, der sein Projekt \u201eGegen Rechtextremismus\u201c vorstellte. W\u00e4hrend des Impuls-referates haben schon einige SuS Diskussionsbereitschaft gezeigt, die sich dann auch durch den Rest des Tages zog.<br \/>Ab 10:15 ging es dann in die Punktabfrage, dabei wurde gefragt wie sehr die SuS einigen Aussage zustimmen. Die Skala ging von 0% bis 100%. \u201e[hier Wort w\u00f6rtlich eine der Aussagen einf\u00fcgen]\u201c dabei wurden dann, als Beispiel, Punkte \u00fcber die Ganze Skala verteilt.<br \/>Gerade die Aussagen mit keiner eindeutigen Positionierung dienten dann als Dis-kussionsgrundlage f\u00fcr die im sp\u00e4teren Verlauf gebildeten Kleingruppen. Dazu kamen auch noch einige Aussagen, welche nicht ein bestimmtes Thema beinhalteten son-dern Rassismus im Allgemeinen.<br \/>Vor den Kleingruppen gab es aber noch die Kugellage Methode. Es Wurden ein inne-rer und ein \u00e4u\u00dferer Kreis gebildet und die Moderatorinnen warfen Fragen in die Run-de welche dann mit dem Partner gegen\u00fcber besprochen und diskutiert werden konn-ten. Nach ca. 2 Minuten musste dann einer der Kreise in eine Richtung weiter rut-schen und es gab eine Neue Frage.<br \/>Diese Methode ist sehr interessant, da man unterschiedliche Gespr\u00e4chspartner hat und viele Meinungen mitbekommt.<br \/>Um 12:00h ging es dann mit den Kleingruppen los. Es wurden gro\u00dfe Bl\u00e4tter und Stif-te verteilt, sodass aufkommende Fragen, Meinungen und Allgemeines festgehalten werden konnte. Zus\u00e4tzlich dienten die beschrifteten Bl\u00e4tter dann zur Vorstellung der Ergebnisse, wodurch alle das Erarbeitete nochmal ansehen konnten.<br \/>Dann war es auch schon 14:00h und der erste Tag der Woche wurde erfolgreich ab-geschlossen. Die meisten SuS hatten auch schon die Workshops f\u00fcr die folgenden zwei Tage gew\u00e4hlt. Es hat auch den Eindruck gemacht, dass sich jeder gut einbrin-gen konnte und etwas zu den verschieden Diskussionen beitragen konnte. 8. Bis 12. Jahrgang haben sich gegenseitig Erg\u00e4nzt und haben miteinander eine sch\u00f6ne Grundlage f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage geschaffen.<\/p>\n<h5>Tag 2 bis 5: (12.07. -15.07.2016)<\/h5>\n<h5>Workshop A: Nicht nur rechts ist rassistisch<\/h5>\n<p>Wir wollen gemeinsam mit euch herausfinden, wo und wie Rassismus au\u00dferhalb des rechten Randes auftritt.<br \/>Dabei wollen wir uns vor allem auf Alltagsrassismus, rassisti-sche Sprache und die (mediale) \u00d6ffentlichkeit konzentrieren.<\/p>\n<p>Leitung: Malte Fischer (12 Jg.)<\/p>\n<p>Der Alltagsrassismus wurde folgenderma\u00dfen behandelt: Die Teilnehmer haben diverse Texte bekommen zum einen eine Definition des Begriffes \u201eRassismus\u201c, zum anderen einen \u00fcber \u201epositiven\u201c Rassismus und schlie\u00dflich \u201ewie sich rassistisches Denken sprachlich ausdr\u00fcckt\u201c. Diese Texte beinhalteten Fra-gen die nicht offensichtlich waren wie beispielsweise: \u201eGibt es Rassismus gegen\u00fcber Wei\u00dfen?\u201c<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich wurden ihnen Begriffe vorgelegt welche sie als ras-sistisch oder nicht einordnen sollten. Wobei es nicht immer einfach war die Begriffe eindeutig zuzuordnen.<\/p>\n<h5>Workshop B: Musik und Theater \u2013 als Antwort auf Rassismus<\/h5>\n<p>Eine musikalische Auseinandersetzung mit Diskriminierung.<br \/>Unser Workshop beinhaltet Schauspiel\u00fcbungen, Entwicklung von eigenen Szenen und Songtextanalysen.<br \/>Was verbindet ihr mit Rassismus? Wie wichtig ist Musik f\u00fcr den Widerstand?<br \/>Das Ziel unseres Workshops ist, ein tieferes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Problem zu entwickeln und vielleicht sogar gemeinsam einen Song zu schreiben.<\/p>\n<p>Leitung: Karla Schmidt, Liv Sindler, Livia Thauer (12 Jg.)<\/p>\n<p>Kleine Spiele, wie \u201eL\u00fcge oder Wahrheit?\u201c lockern von Anfang an die Stimmung und lie\u00dfen Teilnehmer einander n\u00e4her kom-men. Die Gruppenleiter sorgten daf\u00fcr, dass jeder integriert wurde, sodass auch sch\u00fcchterne Sch\u00fcler\/-innen sich \u00e4u\u00dfern konnten.<br \/>Das Thema Rassismus wurde mithilfe einer Analyse von Songtexten wie zum Beispiel \u201eArschloch\u201c n\u00e4her an den Mann gebracht. Au\u00dferdem f\u00fchrte das Inszenieren von erlebten ras-sistischen Situationen zu einem klareren Bewusstsein des herrschenden Alltagsrassismus. Auch das Schreiben von ei-genen Songtexten gegen Rassismus, die am Ende des Tages vorgesungen werden, erzielten denselben Effekt.<\/p>\n<h5>Workshop C: Traum von einer Schule<\/h5>\n<p>In unserem Workshop m\u00f6chten wir uns mit euch Gedanken machen, wie eure perfekte Schule aussehen und funktionie-ren k\u00f6nnte. Dabei wolle wir speziell auf das Thema Rassis-mus und Diskriminierung eingehen. (Wir werden eine Zu-kunfstwerkstatt machen. Das ist eine Methode die drei Pha-sen beinhaltet:<br \/>Kritik-, Fantasie- und Verwirklichungsphase.)<\/p>\n<p>Leitung: Zoe D\u00f6ller, Zebra Kirsching, Emma H\u00fctt (12 Jg.)<\/p>\n<p>Eine Vorstellungsrunde und das \u201eSpeed-Dating\u201c macht die Gruppe miteinander bekannt und schafft eine gute Grundlage f\u00fcr die folgenden Stunden und den n\u00e4chsten Tag.<br \/>In der sogenannten Zukunftswerkstatt gibt es drei verschie-dene Phasen, die getrennt voneinander bearbeitet werden. Zuerst d\u00fcrfen die Teilnehmer \u00fcber die aktuelle Schulform me-ckern und motzen. Die Ergebnisse hiervon sind die Grundla-ge f\u00fcr die weiteren Phasen. Denn in der folgenden Phase darf von der eigenen Traumschule getr\u00e4umt werden und auch die-se Ergebnisse werden vorgetragen. In der dritten und letzten Phase werden Realisationsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Traumschule besprochen.<br \/>Auch Filme von anders funktionierenden Schulen haben zu Ideen verholfen. Kleine Spiele zwischendurch sorgten f\u00fcr ei-ne lockere und ausgelassene Stimmung.<br \/>Emma, Zoe Kirschning und Zoe D\u00f6ller haben sich auch ein Feedback eingeholt, um Verbesserungen zu schaffen.<\/p>\n<h5>Workshop D: Rechtsradikalismus \u2013 Ideologie, Auftreten und Gefahren<\/h5>\n<p>Wie ticken Rechtsradikale, wo k\u00f6nnen sie uns begegnen?<br \/>Nicht nur der Stiefel-Nazi auf der Stra\u00dfe, auch die coole Rap-perin, der \u201eganz normale\u201c Typ und Inhalte in sozialen Netz-werken k\u00f6nnen gef\u00e4hrlichen Rechtsradikalismus vertreten.<br \/>Wie entlarven wir Rechtsradikale in Musik-, Mode- und Ju-gendszene und im Netz? Und wie k\u00f6nnen wir gegen \u201egesell-schaftsf\u00e4hige\u201c Nazis ankommen?<br \/>Erfahre mehr und bring dich ein!<\/p>\n<p>Leitung: Lino Hunger, Bela Wilsdorf (12 Jg.)<\/p>\n<p>Alle Leiter haben sich andere Methoden \u00fcberlegt um ihre Gruppen in das Thema einzuf\u00fchren. Lino und Bela haben das \u00fcber einen Dokumentationsfilm mit dem Titel \u201e7 Tage unter rechten\u201c. Weiter ging es mit einer ausgefeilten Mindmap zum Rechtradikalismus.<br \/>Anschlie\u00dfend sollten die Teilnehmer einen stereotypischen Nazi mahlen was auf die Frage \u201eNazi oder Nozi?\u201c (Nazi oder kein Nazi) f\u00fchrte. Denn nicht jeder Nazi ist auf den ersten Blick zu identifizieren.<\/p>\n<p>Rechtsradikale versuchen ihre Meinung zu verbreiten, sie nutzen soziale Netzwerke und Rappmusik um vor allem Ju-gendliche ihren Standpunk einzutrichtern.<br \/>Schlussendlich stellten sich alle die Fragen: Was kann man tun gegen die Strategien der Rechtsradikalen u m Jugendliche zu gewinnen?<\/p>\n<h5>Workshop E: Kreativ gegen Rassismus \u2013 Das Kunstprojekt<\/h5>\n<p>In unserem Workshop m\u00f6chten wir die Sch\u00fcler\/-innen auf fast allt\u00e4glich gewordene diskriminierende Aspekte in Kunst, Wer-bung und Fernsehen aufmerksam machen, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken. Wir gestalten unser Projekt mit Mindmaps, Anst\u00f6\u00dfen zu Analysen, Interpretationen, maleri-schen T\u00e4tigkeiten und schlie\u00dfen den Rahmen des Projektes mit einem politischen Aspekt: Wir werden mit Sch\u00fclern selbst entworfenen Slogans, Ausrufe und Appelle mit Pinsel und Farbe auf bereits gesammelte Laken malen. Durch das Auf-h\u00e4ngen der Ergebnisse m\u00f6chten wir Aufmerksamkeit erregen und zu antirassistischen Bewegungen appellieren.<\/p>\n<p>Leitung: Am\u00e9lie Brand, Maria Janjetov, Marielle Schemien (12 Jg.)<\/p>\n<p>Wie fast alle Leiter\/-innen haben sich auch Am\u00e9lie, Maria und Marielle \u00fcberlegt, erst einmal eine kleine Kennenlernphase zu machen.<br \/>Die Einf\u00fchrung haben sie \u00fcber eine Prezi Pr\u00e4sentation ge-macht, welche wohl sehr gut ankam.<br \/>Dann ging es auch schon los mit dem Kreativsein. Schablo-nen mit antirassistischen Spr\u00fcchen wurden entworfen und an-gefertigt und schlie\u00dflich auf dem Schulhof mit Sprayfarbe auf Laken \u00fcbertragen.<br \/>Damit auch jeder die Werke bestaunen kann, wurden die fer-tigen Laken zur Stra\u00dfe hin aus den Fenstern gehangen.<br \/>Damit die Kreativit\u00e4t noch mehr gefordert wird, wurden noch passende Bilder gemalt.<br \/>Schlie\u00dflich wurde das Ganze noch mit einem Film Abgerun-det.<\/p>\n<h5>Workshop F: Flucht und Asyl<\/h5>\n<p>Wieso machen sich Menschen auf die Flucht? Wie kann so eine Flucht aussehen? Was erwartet Gefl\u00fcchtete in Deutsch-land? Und was nicht?<br \/>Mit diesen und weiteren Fragen werden wir uns in unserem Workshop um das Thema \u201eFlucht\u201c auseinandersetzen, wel-ches wie spielerisch und anschaulich mit einer netten gruppe erarbeiten werden.<\/p>\n<p>Leitung: Merle Egelhoff, Catalina Schneider (12 Jg.)<\/p>\n<p>Die Gruppe lernt sich kennen. Spiele wie zum Beispiel \u201eObst-salat\u201c machen die Gruppenteilnehmer verschiedenen Alters miteinander vertraut. Auch die Erwartungen der Teilnehmer an den Workshop und dessen Themen werden in der Gruppe be-sprochen.<br \/>Dann f\u00fchren ein Film und verschiedene Fragen, wie zum Bei-spiel \u201eWarum verl\u00e4sst man sein Land?\u201c oder \u201eWas k\u00f6nnen wir tun?\u201c, die in Partnerarbeit bearbeitet werden, in das Workshop Thema ein. Catalina und Merle geben Informationen, die Grundlage f\u00fcr Gruppendiskussionen sind. Auch die Klein-gruppen werden immer anders gew\u00e4hlt und helfen eine gute Zusammenarbeit zu kreieren.<br \/>Kleine Energizer zwischendurch lassen den Workshop wie eine gem\u00fctliche Kaffeerunde wirken, sodass die Sch\u00fcler ger-ne zu dem Workshop gehen und sich l\u00e4nger auf die ernsten Themen konzentrieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<h5>Fazit:<\/h5>\n<p>Nach dieser ereignisreichen Woche l\u00e4sst sich sagen, dass es sehr sch\u00f6n zu sehen ist, wie interessiert und aufmerksam die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen an dem Projekt teilgenommen haben. Sch\u00fcler\/-innen als Lehrer, bzw. als diejenigen, die den roten Fanden halten ist eine sehr sch\u00f6ne Methode um wissen zu vermitteln die bestimmt auch im Schulalltag guten Anklang finden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Gerade auch f\u00fcr die Workshop Leiter\/-innen war es eine sch\u00f6ne Erfahrung und sehr bereichernd. Beim Beibringen lernt man oft selbst am meisten und findet irgendwann einen f\u00fcr sich geeigneten Weg Wissen zu vermitteln. Eine Eigenschaft die einem in der Zukunft zu Nutze sein kann.<\/p>\n<p>Rassismus ist ein Thema, welches, leider, immer aktuell bleiben wird und die jungen Generationen brauchen gewisse Sensibilit\u00e4t um sich im Alltag mit dem Thema auseinandersetzen zu k\u00f6nnen. Projekte wie diese sind der richtige Weg in Hinsicht einer toleranteren Welt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesammelte Eindr\u00fccke des Projektes Hier pr\u00e4sentieren wir euch wie unser Projekt verlaufen ist und was wir alles davon mitnehmen konnten.Zum generellen Aufbau l\u00e4sst sich sagen, dass der erste Tag noch nicht mit konkreten Inhalten gef\u00fcllt war sondern durch Fragen rund um das Thema Rassismus gelenkt worden ist.Beispielsweise durch Methoden wie das Kugellager oder die Punktabfragen. 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