{"id":6763,"date":"2026-10-20T12:43:31","date_gmt":"2026-10-20T12:43:31","guid":{"rendered":"https:\/\/sophie-scholl-schule.eu\/?page_id=6763"},"modified":"2026-11-06T14:18:18","modified_gmt":"2026-11-06T14:18:18","slug":"geschichte-der-schule-2-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sophie-scholl-schule.eu\/?page_id=6763","title":{"rendered":"Artikel in der Berliner Morgenpost zum Bunker"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Geschichte Kunst Projekt<\/h1>\n\n\n\n<p><strong>Konzeption und Gestaltung eines Erinnerungsortes am Bunker in der Pallasstra\u00dfe &#8211; ein Projekt von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der Sophie-Scholl-Schule<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1943-1945 waren in der Augusta-Schule, heute Sophie-Scholl-Oberschule, sowjetische Zwangsarbeiter untergebracht. Sie mussten im Auftrag der Firma Holzmann den nahe gelegenen Fernmeldebunker in der Pallasstra\u00dfe bauen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Sophie-Scholl-Oberschule setzen sich seit einigen Jahren mit der Geschichte des Ortes auseinander. Die erste Arbeitsgemeinschaft Kunst\/Geschichte hat in den Jahren 2000\/2001 einen Erinnerungsort am Bunker konzipiert. Die nachfolgenden Arbeitsgemeinschaften haben Ausstellungen im Bunker durchgef\u00fchrt, in den Ausstellungen haben sie eigene k\u00fcnstlerische Arbeiten gezeigt, die sich auf den Ort und die Geschichte bezogen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eInnen &#8211;&nbsp; Au\u00dfen\u201c, Ausstellung im Bunker am 29.6. und 2.7.2008<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Darinka Antic, Magdalena Arndt, Paula Bergemann, Sabrina Baschinski, Camila Clavijo Rincon, Jonas Darley, Ronja Ditzel, Fr\u00e9d\u00e9ric Forio, Camilla Goecke, Jana Gowik, Aileen Herlemann, Helena Hillig, Jessica Koch, Linda Lebeck, Ellen von Lengerke, Anton M\u00e4hrlein, Pablo Melotta, Iael Montenegro-Kellinghusen, Muriel Most, Alice Sare \u00d6zserin, Jelena Renner, Montana Sawallisch, Friederike Schmidt, Viola Schmidt, Lisa Urban (Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der zehnten, elften und zw\u00f6lften Jahrgngsstufe), Mats Mojem (ehemaliger Sch\u00fcler),<\/strong><br><strong>Andrea Busse und Bodo F\u00f6rster (Lehrer)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der Ausstellung waren Installationen zu sehen, die sich auf den Ort, den Bunker, dessen Geschichte und Architektur bezogen. Ausgangspunkt der k\u00fcnstlerischen Arbeit der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler war die Auseinandersetzung mit dem Thema \u201eInnen \u2013 Au\u00dfen\u201c und die eigene Wahrnehmung des Ortes. Bei der Umsetzung ihrer eigenen Ideen kombinierten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler Gegenst\u00e4nde, Alltagsmaterialien, Fotos, eigene Filmaufnahmen, Musik und\/oder selbst hergestellte Objekte, um ihre Auseinandersetzung mit dem Thema \u201eInnen \u2013 Au\u00dfen\u201c&nbsp; und dem Ort darzustellen&nbsp; und eine bestimmte Wirkung zu erzeugen. Viele Objekte entstanden aus Gipsabnahmen von K\u00f6rperteilen oder ganzen Figuren, deren Form und\/oder Farbe k\u00fcnstlerisch verfremdet wurden.<br>Die k\u00fcnstlerischen&nbsp; Arbeiten entstanden in der AG Geschichte\/Kunst, im Profilkurs Kunst und einige Projekte sind Teil einer Pr\u00fcfung, entweder f\u00fcr den MSA (zehnte Klasse) oder als f\u00fcnfte Pr\u00fcfungskomponente im Abitur (zw\u00f6lfte Jahrgangsstufe).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.geschichte.sophie-scholl-schule.eu\/images\/Materialien\/bilder\/KunstGeschichte\/Innen_Aussen_Screen.pdf\">Katalog zur Ausstellung<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Presse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.geschichte.sophie-scholl-schule.eu\/images\/Materialien\/bilder\/KunstGeschichte\/Zeitungsartikel1.pdf\">Bezirksamt Tempelhof-Sch\u00f6neberg von Berlin<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.geschichte.sophie-scholl-schule.eu\/images\/Materialien\/bilder\/KunstGeschichte\/Zeitungsartikel2.pdf\">Berliner Morgenpost<\/a><br>D\u00fcstere Vergangenheit<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.geschichte.sophie-scholl-schule.eu\/images\/Materialien\/bilder\/KunstGeschichte\/Zeitungsartikel3.pdf\">Der Stichel<\/a><br>Fragen und Erinnerungen<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.geschichte.sophie-scholl-schule.eu\/images\/Materialien\/bilder\/KunstGeschichte\/Zeitungsartikel5.pdf\">Berliner Zeitung<\/a><br>Ein Stahlband symbolisiert den Lagerzaun<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.geschichte.sophie-scholl-schule.eu\/images\/Materialien\/bilder\/KunstGeschichte\/Zeitungsartikel6.pdf\">taz Berlin<\/a><br>In Beton gegossene Erinnerung<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.geschichte.sophie-scholl-schule.eu\/images\/Materialien\/bilder\/KunstGeschichte\/Zeitungsartikel7.pdf\">Sch\u00f6neberger Morgen<\/a><br>&#8222;Die K\u00e4lte friert einen ein&#8230;&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.geschichte.sophie-scholl-schule.eu\/images\/Materialien\/bilder\/KunstGeschichte\/Zeitungsartikel8.pdf\">Der Tagessspiegel<\/a><br>Ein Denkmal f\u00fcr Maria und Wassilij<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.geschichte.sophie-scholl-schule.eu\/index.php\/component\/jce\/?view=popup&amp;tmpl=component\">F\u00f6rderpreis &#8211; Praktisches Lernen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.geschichte.sophie-scholl-schule.eu\/index.php\/component\/jce\/?view=popup&amp;tmpl=component\">Urkunde &#8211; Demokratisch Handeln<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eHEIMAT\u201c, Ausstellung im Bunker vom 10.6.-16.6.2006<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arbeitsgemeinschaft 2005\/2006:<\/strong><br><strong>Lucie Iser, Mats Mojem, Saskia Nolte, Lucia Fuchs, Charlotte Roth, Marlene Buthenhoff, Sarah Ben Bernou, Dennis Heinrich, Jonas Attner, Lili Brandt, Ferdinand K\u00fchn, Nina Beer (Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der elften und zw\u00f6lften Jahrgangsstufe),<br><\/strong><strong>Andrea Busse und Bodo F\u00f6rster (Lehrer)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><br>\u201eKL\u00c4NGE&nbsp; IM&nbsp; BETON\u201c, Ausstellung im Bunker vom 23.4. &#8211; 31.4.2004<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arbeitsgemeinschaft 2003\/2004:<\/strong><br><strong>Laura Valdivia Caprio, Esther Fiebig, Nora Keshishzadeh, Nadine Lohse, Paul Kaspar Lunow, Alexandre Peschel, Ramon von Roon, Jara Steinmetz, Patricia Weber und Robin Weber (Sch\u00fcler\/innen der zehnten und zw\u00f6lften Jahrgangsstufe),<\/strong><br><strong>Bodo F\u00f6rster und Andrea Busse (Lehrer),<\/strong><br><strong>Ute Safrin (K\u00fcnstlerin)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Hochbunker in der Pallasstra\u00dfe waren w\u00e4hrend der Ausstellung sechs Klanginstallationen zu h\u00f6ren und zu sehen. Die tempor\u00e4ren k\u00fcnstlerischen Arbeiten bezogen sich auf den Ausstellungsort, auf dessen Geschichte, Wirkung und Atmosph\u00e4re. Zur Ausstellung wurden als Zeitzeuginnen Olga, Lydia und Walentina Besgina aus der Ukraine eingeladen, deren Eltern den Bunker errichten mussten und die damals als Kinder im Geb\u00e4ude unserer Schule interniert waren. Mit der Ausstellung wollten die Sch\u00fcler\/innen an das Unrecht, das den damaligen Zwangsarbeiten und ihren Familien widerfahren ist, erinnern.<br>Die Sch\u00fcler\/innen der Arbeitsgemeinschaft haben sich die k\u00fcnstlerischen Arbeiten selbst ausgedacht und umgesetzt. Einmal in der Woche traf sich die Gruppe au\u00dferhalb der Unterrichtszeit. In den ersten Treffen fanden verschiedene \u00dcbungen und Experimente statt. Zum Beispiel wurde eine Klangkunstperformance nachgespielt und die Sch\u00fcler\/innen probierten aus, mit unterschiedlichen Gegenst\u00e4nden, wie z.B. Gl\u00e4sern, oder ihrer Stimme im Bunker Kl\u00e4nge zu erzeugen. Die Sch\u00fcler\/innen gingen auch auf die Suche nach Ger\u00e4uschen, nahmen z.B. das Brummen der Bel\u00fcftungsanlage des Bunkers, das Tropfen des Wasserhahnes oder den Hall von Schritten in den gro\u00dfen R\u00e4umen auf. In einer \u00dcbung des Kreativen Schreibens fanden die Sch\u00fcler Worte, mit denen sie ihre Wahrnehmung des Bunkers ausdr\u00fcckten. Die erzeugten und gefundenen Ger\u00e4usche und Worte wurden aufgenommen. Historische Aufnahmen und aufgezeichnete Interviews mit ehemaligen Zwangsarbeitern wurden herausgesucht. In verschiedenen \u00dcbungen lernten die Sch\u00fcler\/innen ein Computerprogramm anzuwenden, mit dem sie die Kl\u00e4nge zusammenschneiden und ver\u00e4ndern konnten. Zu zweit entwickelten die Sch\u00fcler\/innen Ideen f\u00fcr eigene Klanginstallationen, die Aufnahmen aus den \u00dcbungen und Experimenten wurden hierbei ganz unterschiedlich aufgegriffen und verwendet. Mit viel Engagement setzten die Sch\u00fcler\/innen nun ihre Ideen um, machten Interviews, erzeugten gezielt Ger\u00e4usche, w\u00e4hlten Ausschnitte aus historischen Aufnahmen und f\u00fcgten diese Kl\u00e4nge am Computer zu einer Klangcollage zusammen. Ausgehend von den Klangcollagen entwickelten die Sch\u00fcler\/innen Installationen. Verwendet wurden Gegenst\u00e4nde, Fotos, verschiedene Lichtquellen und Lautsprecher, zwei Sch\u00fcler drehten ein Video.<br>Die Themen der Klanginstallationen waren unsere Vorstellung der Vergangenheit, die heutige Wahrnehmung des Geb\u00e4udes, die Erinnerungen von Zeitzeug\/innen, die gesellschaftliche und politische Situation 1945 und die Verbindung zwischen Schule und Bunker.<br>Die Ausstellung und der Besuch der ehemaligen Zwangsarbeiterinnen wurden von der Stiftung \u201eErinnerung, Verantwortung und Zukunft\u201c gef\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><br>\u201eT\u00e4ter \u2013 Opfer\u201c, k\u00fcnstlerische Arbeiten und Aktionen am Erinnungsort im Mai 2002<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Arbeitsgemeinschaft 2001\/2002:<\/strong><br><strong>Lene Albrecht, Julius von Bismark, Jasmin El-Aama, Susanna Glitscher, Sarah Holl, Nora Keshishzadeh, Nadine Lohse, Beatrix Olhagaray, Dominik Serke (Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des Leistungskurses Kunst sowie der 10. und 11. Jahrgangsstufe),<\/strong><br><strong>Andrea Busse und Bodo F\u00f6rster (Lehrer),<\/strong><br><strong>Cristina Artola (K\u00fcnstlerin)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der von den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern festgelegte Schwerpunkt der Ausstellung war die Verbindung zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Diese wurde \u00fcber eine Auseinandersetzung mit der Frage \u201eWer bezeichnet sich selbst als T\u00e4ter, wer als Opfer?\u201c untersucht. Im November 2002 haben die Sch\u00fcler in den Hackeschen H\u00f6fen die k\u00fcnstlerische Aktion \u201eT\u00c4TER \u2013OPFER\u201c durchgef\u00fchrt. Passanten sollten sich spontan entscheiden, ob sie sich eher als T\u00e4ter oder Opfer f\u00fchlen. Sie wurden entweder mit dem Schriftzug \u201eT\u00e4ter\u201c oder mit dem Schriftzug \u201eOpfer\u201c fotografiert und zu ihren \u00dcberlegungen befragt. Die Fotoaufnahmen und die Interviews waren in der Aktionswoche Ausgangsmaterial f\u00fcr weitere k\u00fcnstlerische Arbeiten.<br>Der thematische Schwerpunkt der Aktionswoche, die Verbindung von Gegenwart und Vergangenheit, f\u00fchrte dar\u00fcber hinaus zu einer Auseinandersetzung mit der extremen Architektur des Bunkers und des Pallasseums und den Menschen, die damals dort lebten und heute dort leben. Die Sch\u00fcler erstellten selber umfangreiches Fotomaterial und suchten in Archiven nach historischen Aufnahmen. Das erstellte Fotomaterial war die Grundlage f\u00fcr die in der Aktionswoche (5. \u2013 12. Mai 2002) ausgestellten k\u00fcnstlerischen Arbeiten:<br>Auf dem Gel\u00e4nde vor dem Bunker (dem \u201eOrt der Erinnerung\u201c) wurden vier verschiedene 10 x 0,9 m gro\u00dfe \u201eBanner\u201c, Collagen aus Foto- und Textmaterial, ausgestellt. Die \u201eBanner\u201c wurden von den Sch\u00fclern konzipiert. Im Bunker waren zwei Videoinstallationen zu den Themen \u201eExtreme Architektur\u201c und \u201eMenschen am Bunker\u201c zu sehen. W\u00e4hrend der Aktionswoche haben die Sch\u00fcler die Aktion \u201eT\u00c4TER \u2013OPFER\u201c auf dem Winterfeldplatz wiederholt, auch die Ergebnisse wurden im Bunker ausgestellt. Zur Ausstellung wurde der ehemalige Zwangsarbeiter Wassily Derewjanko eingeladen. Aufgrund gesundheitlicher Probleme kam jedoch dessen Nichte mit ihrem Sohn.<br>Die Ausstellung wurde mit Geldern des Quatiersfonds Sch\u00f6neberg-Nord finanziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab dem 8. Mai 2002 fand im Sch\u00f6neberg Museum die Ausstellung \u201eZwangsarbeit in Berlin\u201c statt, in der bereits das Projekt vorgestellt wurde. Die Sch\u00fcler der AG haben sich im Bei-programm engagiert. Die Dokumentation erfolgte dar\u00fcber hinaus durch die Einrichtung eines umfangreichen Archivs.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.geschichte.sophie-scholl-schule.eu\/images\/stories\/schulprofil\/ags\/geschichteKunst\/AusstellungTaeterOpfer.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>\u201eFragen und Erinnerungen\u201c &#8211; Die Gestaltung des Erinnerungsortes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Arbeitsgemeinschaft 2000\/2001:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ashraf Ahmed, Rebecca Conrad, Gary L\u00fcnemann, Karolina Kolmas, Katharina Paar, Sarah Rosowski, Katharina Wollmann, Jana Wels, Julia Zieger (Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des Leistungskurses Kunst oder Politik der Sophie-Scholl-Oberschule),<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andrea Busse (Assessorin des Lehramts, F\u00e4cher: Bildende Kunst, Sozialkunde),<br>Bodo F\u00f6rster (Studiendirektor, F\u00e4cher: Geschichte, Politische Weltkunde, Erdkunde),<br>Cristina Artola (K\u00fcnstlerin)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Zeitraum von Februar 2000 bis Februar 2001 haben Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des Leistungskurses Kunst oder Politik im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft eine Konzeption entwickelt, wie durch k\u00fcnstlerische Ver\u00e4nderungen im \u00f6ffentlichen Raum am Bunker ein \u201eOrt der Erinnerung\u201c entstehen kann. Die Arbeitsgemeinschaft hat sich w\u00f6chentlich getroffen, Ideen skizziert, verworfen, recherchiert, Modelle gebaut, diskutiert. Das Ergebnis der Auseinandersetzung wurde realisiert, die Installation der Kunstobjekte erfolgte im Rahmen von Wohnumfeldversbesserungsma\u00dfnahmen des Quartiersmanagements Sch\u00f6neberg-Nord ab Fr\u00fchjahr 2002. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler dieser Arbeitsgemeinschaft haben 2001 die Schule verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die k\u00fcnstlerische Gestaltung des Erinnerungsortes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich wie eine niedrige Mauer f\u00fchrt eine Begrenzung aus Metall entlang des B\u00fcrgersteiges der Pallasstra\u00dfe vom Schulgeb\u00e4ude bis zum Bunker und \u201cversinkt\u201d dabei am Bunker im Boden. Sie hat den gleichen Farbton wie das Blau des Ostaufn\u00e4hers, den die Zwangsarbeiter tragen mussten. Das architektonische Element symbolisiert sowohl die ehemalige Lagerbegrenzung als auch die Verbindung zwischen Schule und Bunker. Der ehemalige Bauzaun wird gedanklich nachgelaufen. Der vorher nicht zug\u00e4ngliche Bereich vor dem Bunker wird betretbar. Auf der Begrenzung steht ein Text, der im Stehen und Vorbeilaufen lesbar ist. Es handelt sich um Fragen und Aussagen von Sch\u00fclern zum Bunker, die in einer Sch\u00fclerumfrage ermittelt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Fragen und Aussagen der Sch\u00fcler werden die Zitate von Zeitzeugen gegen\u00fcbergestellt. In lesbarer H\u00f6he sind rund um den Bunker auf kleinen Tafeln aus Acrylglas die Gedanken von Zeitzeugen f\u00fcr den Beobachter sichtbar. Die Gedanken schwirren um den Bunker. Die Texte stammen aus Berichten und Aussagen von Zwangsarbeitern, die zwischen 1943 und 1945 im Lager gelebt haben. Zum Lesen der Zitate mu\u00df der Betrachter sehr nah an den Bunker herantreten.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte Kunst Projekt Konzeption und Gestaltung eines Erinnerungsortes am Bunker in der Pallasstra\u00dfe &#8211; ein Projekt von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der Sophie-Scholl-Schule 1943-1945 waren in der Augusta-Schule, heute Sophie-Scholl-Oberschule, sowjetische Zwangsarbeiter untergebracht. Sie mussten im Auftrag der Firma Holzmann den nahe gelegenen Fernmeldebunker in der Pallasstra\u00dfe bauen. 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